www.mamboteam.com
Advertisement
Home arrow Das Rütli
Donnerstag, 24. April 2014
 
 
Das Rütli Drucken E-Mail

Das Rütli 

Das Rütli (älter: Grütli "kleine Rodung", daher auch franz le Grütli) ist eine Bergwiese am Urnersee (der Urnersee ist ein Teil des Vierwaldstättersee), in Seelisberg, auf der nach der Legende das "ewige Bündnis" der Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Ob- und Nidwalden) geschlossen wurde (Rütli-Schwur). 

rutli_schwur

  Bild: Jean Renggli der Ältere: Der Rütlischwur 1291, 1891 / Öl auf Leinwand, 280x200cm / Luzern, Stadt Luzern

Man weiss jedoch nicht, wo, an welchem Tag genau und wie die Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden den Beistandspakt von 1291 besiegelt haben. Ein Rütli – am Mythen – wird erst 1307 erwähnt. Dort hätten die Urner nachts zu den Schwyzern stossen können, um im Morgengrauen nördlich ins Territorium des Klosters Einsiedeln einzufallen.

Als "Wiege der Schweiz" hat die etwa 5 ha große Wiese den Charakter eines nationalen Demkmals, wobei die Verantwortlichen auf die sonst übliche Monumentalität verzichteten. Auf dem Rütli finden sich statt dessen ein Gasthaus, eine Picknickwiese, der Drei-Länder-Brunnen und eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Ortes. Über einen Bootsanlegestelle lässt sich das Rütli bequem vom Urnersee aus erreichen, dagegen ist der Zugang von Land her sehr zeitraubend und mühsam. 

rutli_01

Bild: www.picswiss.ch 

Ermöglicht wurde die Erhaltung des Rütlis in seiner historischen Form durch eine Geldspende Schweizerischer Schulkinder an die "Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft" im Jahre 1859, die damit das Gelände käuflich erwarb und den Schweizer Behörden als unveräusserliches Nationaleigentum übergab. Der Anstoss für diese Aktion war der später gescheiterte Versuch, an dieser Stelle ein Hotel bauen zu wollen. 

rutli_02 

Bild: www.picswiss.ch

 Am 25. Juli 1940 fand hier der Rütlirapport durch General Henri Guisan statt.

Seit 1991 beginnt hier der Weg der Schweiz als Wanderweg rund um den Urnersee.

Auch heute noch feiert die Schweiz an jedem 1. August auf dem Rütli ihren Geburtstag (Bundesfeier), bei dem unter anderem ein prächtiges Feuerwerk entfacht wird. Die Rütlifeier wurde in den letzten Jahren immer häufiger durch Rechtsradikale gestört. Den bisherigen Höhepunkt dieser Störungen bildet hierbei die Feier vom 1. August 2005, an der Bundespräsident Samuel Schmid beschimpft wurde.


Ergänzung am 27. Mai 2007 mit einem Berich aus der Sonntagszeitung:

Das Rütli - unveräusserliches Nationalheiligtum 

1865 reise der verrückte Bayernkönig Ludwig II., begeistert von Schillers "Willhelm Tell", in die Innerschweiz. Hingerissen von Land und Dichtung wollte der Monarch das Rütli kaufen - um ein Schloss zu bauen.

Er kam zu spät. 1860 war die Wiese am Urnersee an den Bund gegangen; die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft hatte das Rütli dank Spenden für 55'000 Franken gekauft und dem Bund als "unveräusserliches Nationalheiligtum" überlassen.

Schon davor war das Rütli keine normale Wiese gewesen.

1470 erstmals als Ort des Schwurs schriftlich erwähnt, hatte es bereits im 16. Jahrhundert eine mythische Bedeutung.

Ende des 18. Jahrhunderts gab es Pläne für ein Denkmal für die drei Eidgenossen. Schillers "Tell", 1804 uraufgeführt und teilweise auf dem Rütli spielend, steigerte dem Mythos weiter. 

1820 kam das Rütlilied dazu. 1862 fand im Gedenken an den Schwur das erste Rütlischiessen statt - am Mittwoch vor Martini.

Damals galt der 8. November 1307 als Gründungstag der Schweiz. Erst später erhielt der Bundesbrief mehr Bedeutung.

1889 datierte der Bundesrat Bundesbrief und Rütlischwur auf den 1. August 1291. Nicht zuletz darum, weil man zwei Jahre später das 00-Jahr-Jubiläum feiern konnte.

Auf dem Rütli wurde am 1. August 1891 Schillers Schwurszene inszeniert. Zu den "wichtigsten Nutzungen in der Geschichte des Rütli" gehört, wie der Historiker Georg Kreis schrieb, der 25. Juli 1940. General Guisan bestellte die 600 höchsten Offiziere der Armee zum Rapport aufs Rütli, wo er die Bereitschaft, die Unabhängigkeit zu verteidigen, beschwor.

Meistens nahmen konservative Patrioten das Rütli für sich in Anspruch. Nicht immer. 1798 pilgerten die Vertreter der neuen Helvetik aufs Rütli, um das "wiedergeborene Helvetion" zu finden.

Später wurde das Rütli als Ort der Provokation entdeckt; die Béliers hissten die Jura-, Studenten die Europa-fahne, Neonazis schrien Bundesräte nieder.

Quelle: Sonntagszeitung, 27. Mai 2007 

 
Wetter



Blog-Szene-CH

blogug
  metablog  

Kooperationen
WEBLISTE.CH
WEBLISTE.CH
LINKER.CH
LINKER.CH
VOLKSMUSIKNET.CH
VOLKSMUSIKNET.CH
WWW.BUOL.CH
WWW.BUOL.CH
SENIORWEB.CH
SENIORWEB.CH
FLEUROP.CH
FLEUROP.CH
malpinsel.ch
malpinsel.ch
piazza-logo
Offerte
partnerplus_140x80
 
Top! Top!