1. August (Nationalfeiertag)
Was den AmerikanerInnen der 4. Juli und den Franzosen der 14. Juli, ist
den SchweizerInnen der 1. August. Der schweizerische Nationalfeiertag
wurde 1891 eingeführt, 600 Jahre nach der Gründung der schweizerischen
Eidgenossenschaft, derer an diesem Tag gedacht wird.Im
Gegensatz zu den kirchlichen Feiertagen war der 1. August lange Zeit in
den meisten Kantonen ein normaler Arbeitstag. Erst seit 1994 ist dieser
Tag in der ganzen Schweiz offiziell ein arbeitsfreier Tag.
Ein
wichtiger Ort ist am 1. August die Rütliwiese über dem
Vierwaldstättersee, wo sich 1291 Vertreter der drei Kantone Uri, Schwyz
und Unterwalden versammelt und geschworen hatten, sich mit vereinten
Kräften gegen Bedrohungen durch allfällige Eindringlinge zu wehren
(Rütlischwur). Dieser Rütlischwur gilt als Gründungsakt der
schweizerischen Eidgenossenschaft.
Der offizielle Teil der 1.
August-Feierlichkeiten findet bis heute auf der Rütliwiese statt, wo
der/die Präsident/-in der Schweizer Regierung jedes Jahr eine Rede zum
Nationalfeiertag hält.
Bild: www.swissworld.org
Doch nicht nur auf der historischen
Rütliwiese ist eine Rede zu hören: im ganzen Land halten eine Vielzahl
von PolitikerInnen und anderen Persönlichkeiten Ansprachen zum
Nationalfeiertag.
Viele Kinder und Erwachsene freuen sich am 1.
August jedoch vor allem über die Feuerwerke, Lampions und Höhenfeuer,
die ebenso zum Nationalfeiertag gehören wie die Ansprachen. Die
Höhenfeuer haben in der Schweiz eine lange Tradition. Sie dienten unter
anderem dazu, die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen.
Laut einer
Legende hatten die Höhenfeuer manchmal auch eine abschreckende Wirkung:
so sollen "barbarische Eindringlinge" den Rückzug angetreten haben,
nachdem sie die im Genfer- und Bielersee reflektierenden Höhenfeuer
gesehen hatten und dachten, sie seien am Ende der Welt angelangt und
würden nun direkt in den Himmel reiten.
Zum Rütli
Quellenverzeichnis
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